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AB-Chefökonom Williams: "Trübe Aussichten für die Weltwirtschaft"

Die Aussichten für die Weltwirtschaft trüben sich weiter ein. Laut Darren Williams, Chefvolkswirt beim Asset Manager AllianceBernstein (AB), hängt das vor allem mit dem Fertigungssektor zusammen, der insbesondere im Euroraum in einer tiefen Rezession steckt. „Die Schwäche dieser Industrie kann auf Investitionen und Arbeitsplätze übergreifen und so das Gesamtwachstum negativ beeinflussen“, sagt Williams. AllianceBernstein | 18.09.2019 11:51 Uhr
Darren Williams, Chefvolkswirt beim Asset Manager AllianceBernstein (AB) / © AllianceBernstein
Darren Williams, Chefvolkswirt beim Asset Manager AllianceBernstein (AB) / © AllianceBernstein

Zudem nimmt der Chefvolkswirt die Politik in die Pflicht. „Es stellt sich die Frage, ob die geldpolitische Antwort umfangreich und wirksam genug sein wird, um den Abwärtsdruck auf das globale Wachstum auszugleichen. Unsere zentrale Prognose ist daher, dass die Weltwirtschaft in einen langanhaltenden Abschwung übergeht, ohne dass ein klarer Endtermin in Sicht ist.“ 

Auch in den USA beginnen indirekte Effekte wie die Verschlechterung der Geschäftsstimmung den Ausblick deutlich zu belasten. Die Unternehmensinvestitionen sinken, das Verbrauchervertrauen hat sich verringert und die Unternehmensgewinne sind flach, was für eine Verlangsamung in den kommenden Quartalen spricht. Der Arbeitsmarkt ist jedoch robust. „Solange dies der Fall ist, beschränkt sich der Spielraum für eine wirtschaftliche Verschlechterung auf eine Abschwächung und nicht auf etwas Besorgniserregenderes“, erläutert Williams. „Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum in den nächsten 18 Monaten von derzeit 2,5 Prozent auf 1,5 Prozent verringern wird und erwarten auch, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen senkt, um sowohl die globalen Risiken als auch die erwartete Verlangsamung des Inlandsmarktes zu bewältigen.“ 

Der Ausblick für den Euroraum bleibt laut Williams herausfordernd: „Wir haben unsere Wachstumsprognose für 2020 von 1,1 Prozent auf 0,3 Prozent gesenkt – eine große Herabstufung, die die Anfälligkeit des Euroraums für ein schwaches Weltwirtschaftswachstum, das Fehlen wirksamer konjunkturpolitischer Instrumente und die Gefährdung durch die wichtigsten Risiken widerspiegelt. Hierzu zählen eine weitere Eskalation des Handelskrieges, der Brexit und ein möglicher Währungskrieg mit den USA.“  

Die Kerninflation in den ersten acht Monaten in 2019 lag bei 0,9 Prozent – unverändert gegenüber 2017 und 2018. Das Fehlen einer Aufwärtsdynamik der Kerninflation ist ein zwingendes Argument für die Europäische Zentralbank (EZB), um einen signifikanten geldpolitischen Impuls zu setzen. Darüber hinaus äußerte EZB-Präsident Mario Draghi, dass der EZB-Rat einstimmig feststellte, dass die Fiskalpolitik zukünftig das wichtigste (politische) Instrument werden solle. „Dies steht im Einklang mit einem unserer Kernthemen: einer Geld- und Fiskalpolitik, die gemeinsam handelt. Das Problem besteht darin, dass es alles andere als klar ist, dass die Regierungen des Euroraums ausreichende Impulse setzen werden, um Wachstum und Inflation kurzfristig spürbar anzukurbeln. In diesem Fall wird sich die EZB weiterhin in der Schusslinie befinden“, sagt Williams. 

Obwohl die Märkte zunächst positiv auf die Botschaft der EZB reagierten, haben sie nun Mühe, sie zu verarbeiten. Dafür gibt es laut Williams eine Reihe möglicher Gründe: technische Fragen im Zusammenhang mit der Einlage von Kapital, Enttäuschung darüber, dass die EZB die Emittentengrenze für Staatsanleihenkäufe nicht angehoben hat, falscher Optimismus im Hinblick auf die Fiskalpolitik und Lecks, die darauf hindeuten, dass die Unterstützung für das Paket nicht so weit verbreitet war, wie es Draghi auf der Pressekonferenz angedeutet hat. Da die EZB im Begriff ist, die Führung zu wechseln, ist letzteres ein berechtigtes Bedenken. „Christine Lagarde wird bei der Übernahme von Draghi im November vor zwei Herausforderungen stehen: die Regierungen des Euro-Währungsgebiets davon zu überzeugen, den von der EZB zur Verfügung gestellten Finanzspielraum zu nutzen und bis dahin sicherzustellen, dass der EZB-Rat die geldpolitischen Tore offen hält“, so der AB-Chefvolkswirt.

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