AllianceBernstein-Expertinnen: Wie die Finanzbranche moderne Sklaverei bekämpfen kann

In jedem Jahr werden mehr als 40 Millionen Menschen weltweit Opfer von Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft und Menschenhandel. Dabei ist moderne Sklaverei auf unser Finanzsystem angewiesen. Deshalb können Vermögensverwalter eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung dieser Geschäftspraktiken spielen. Lesen Sie hierzu die Erkenntnisse von Saskia Kort-Chick, Director of ESG Research and Engagement – Responsible Investing, und Hope Sherwin, Head of Social Impact vom Asset Manager AllianceBernstein (AB). AllianceBernstein | 19.05.2022 17:53 Uhr
Saskia Kort-Chick, Director of ESG Research and Engagement – Responsible Investing, und Hope Sherwin, Head of Social Impact, AllianceBernstein / © AllianceBernstein
Saskia Kort-Chick, Director of ESG Research and Engagement – Responsible Investing, und Hope Sherwin, Head of Social Impact, AllianceBernstein / © AllianceBernstein

„Eine Unterbrechung des Geldflusses ist die vielleicht effektivste Maßnahme, um diesem Übel den Kampf anzusagen. Doch der Finanzdienstleistungssektor wird nur von verhältnismäßig wenigen Menschen als mitverantwortlich für die Bekämpfung moderner Sklaverei betrachtet, und die Branche selbst misst dem Thema keine wesentliche Bedeutung bei.

Finanzinstitute vergeben Kredite an Unternehmen, die moderne Sklaverei möglich machen, und investieren in sie. Viele Banken achten trotz allem nicht auf dubiose Bargeldgeschäfte in einer Autowaschanlage oder einem Nagelstudio, die auf Ausbeutung hindeuten könnten. In der Regel führen sie auch keine tiefergehenden Recherchen im Hinblick auf die Lieferkette oder Auslandstätigkeiten eines Unternehmens durch, um Einzelheiten über die Beschaffung von Grundstoffen wie zum Beispiel Kakao aus Westafrika oder Elektronikbauteilen aus Südostasien herauszufinden – Produkte, bei denen das Risiko von ausbeuterischen Herstellungspraktiken und Zwangsarbeit hoch ist.

Finanzunternehmen können es sich jedoch nicht leisten, die Augen vor der Realität zu verschließen. In einen Skandal im Zusammenhang mit Ausbeutung und Zwangsarbeit verwickelt zu werden, kann dem Ruf einer Marke ernsten Schaden zufügen – das gilt auch für Finanzunternehmen. So zahlte die australische Großbank Westpac im Jahr 2020 eine saftige Geldstrafe in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar. Ihr wurde vorgeworfen, 250 Kunden bei der Geldwäsche unterstützt und sich damit indirekt an der Ausbeutung von Kindern beteiligt zu haben.

Finanzunternehmen sollten nicht auf Maßnahmen der Regulierungsbehörden warten. Unserer Ansicht nach empfiehlt es sich stattdessen, interne Systeme für die Meldung von Problemen in Verbindung mit moderner Sklaverei einzurichten. Bestehende Screening-Systeme zur Geldwäschebekämpfung lassen sich um Indikatoren zur Feststellung verdächtiger Aktivitäten erweitern, die auf mögliche Verstöße von Kunden gegen Arbeitsgesetze und Menschenrechte hindeuten. Zugleich muss die Unternehmensleitung klare Signale an die Mitarbeiter senden, damit das Thema moderne Sklaverei mehr Aufmerksamkeit erhält.“

Lesen Sie Näheres hierzu im Blog Wie die Finanzbranche moderne Sklaverei bekämpfen kann von Saskia Kort-Chick und Hope Sherwin von AllianceBernstein

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