Nach der im vergangenen Jahr erzielten Outperformance gegenüber US-Aktien – und zwar mit dem größten Abstand seit 2009 – bauten internationale Aktien ihren Vorsprung in der ersten Hälfte des Jahres 2026 weiter aus. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wäre dies das erste Mal seit der globalen Finanzkrise 2008–2009, dass Nicht-US-Aktien über mehrere Jahre hinweg eine relative Outperformance erzielten.
Auch wenn US-Aktien weiterhin von starken langfristigen Trends profitieren dürften, glauben wir, dass viele Anleger, die an die Marktführerschaft der USA gewöhnt sind, möglicherweise das Potenzial internationaler Aktien als Quelle differenzierter Renditequellenübersehen. Neben dem Zugang zu Themen wie künstlicher Intelligenz (KI) und dem damit verbundenen Ausbau der Infrastruktur bieten die Nicht-US-Märkte vielfältigere Regionen, politische Rahmenbedingungen und Sektorexposures, wodurch sich eine breite Palette potenzieller Renditefaktoren ergibt.
Wir erkennen weiterhin attraktive Anlagechancen bei Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen, einem starken Wachstum des freien Cashflows und Bewertungen, die ihr langfristiges Potenzial nicht vollständig widerspiegeln.

Quelle: Bloomberg. Die Grafik zeigt die jährliche Differenz der Gesamtrendite (in %) zwischen nicht-US-Aktien, repräsentiert durch den MSCI ACWI ex USA Index, und US-Aktien, repräsentiert durch den S&P 500® Index. Positive Werte weisen auf Jahre hin, in denen internationale Aktien eine bessere Performance erzielten als US-Aktien. *Die Daten für 2026 beziehen sich auf den Zeitraum seit Jahresbeginn bis zum 31. Juli 2026. Die vergangene Performance ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
„Auch wenn ein unbeständiges makroökonomisches Umfeld weiterhin zu Volatilitätsschüben führen könnte, glauben wir nicht, dass die starke Performance von Nicht-US-Aktien im vergangenen Jahr als Ausreißer betrachtet werden sollte. Unserer Ansicht nach schaffen eine Kombination aus langfristigen Trends und strukturellen Veränderungen ein attraktives Umfeld für die aktive Aktienauswahl. Europäische Banken haben ihre höchste Profitabilität seit mehr als einem Jahrzehnt erzielt, werden aber nach wie vor mit einem Abschlag gegenüber vielen US-Pendants gehandelt. Unternehmen aus dem Verteidigungssektor dürften von einem anhaltenden Anstieg der Militärausgaben profitieren. Wir sehen zudem Chancen bei führenden Technologieanbietern, die im Zentrum des KI-Ausbaus stehen, bei ausgewählten Luxusgüterunternehmen sowie bei japanischen Finanzwerten, die von einem günstigen Zinsumfeld profitieren dürften“, sagt Christopher O'Malley, Portfolio Manager, Janus Henderson Investors.
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