Generali Investments Ökonom: Fed strafft aggressiv, strebt aber "sanfte" Landung an

Die erwartete Zinserhöhung um 50 Basispunkte und die Ankündigung der Bilanzverkürzung der Fed sind eingetreten. Die Fed weist weiterhin auf das Risiko einer höheren Inflation hin, bleibt aber zuversichtlich, was die Stärke der US-Binnennachfrage und des US-Arbeitsmarktes angeht. Generali Investments | 05.05.2022 14:10 Uhr
Paolo Zanghieri, Senior Economist bei Generali Investments / © Generali Investments
Paolo Zanghieri, Senior Economist bei Generali Investments / © Generali Investments

Paolo Zanghieri, Senior Economist bei Generali Investments, hat die wichtigsten Folgen der Zinserhöhung und mögliche weitere Schritte der Fed zusammengefasst:

- Angesichts der niedrigsten Beschäftigungsquote seit fünf Jahrzehnten, des starken Lohnwachstums und der Tatsache, dass auf jeden Arbeitslosen fast zwei offene Stellen kommen, ist die Fed einigermaßen zuversichtlich, die Inflation abkühlen zu können, ohne der Wirtschaft zu schaden. Sie wird daher die Zinssätze rasch auf das neutrale Niveau (2 % bis 3 %) anheben und dann entscheiden, ob sie weitere Straffungen vornehmen wird. Sowohl im Juni als auch im Juli ist mit einer Anhebung um 50 Basispunkte zu rechnen.

- Die quantitative Straffung wird am 1. Juni beginnen und nach drei Monaten ihr volles Ausmaß erreichen. Wir gehen davon aus, dass die Bilanz bis Mitte 2025 ihren langfristigen Wert erreichen wird.

- Nach der Ankündigung stiegen sowohl der S&P als auch der Nasdaq Composite auf ihr Wochenhoch. Die Rendite zweijähriger Staatsanleihen sank um 12 Basispunkte auf 2,66 %. Die Erwartungen für den Jahresendwert des Leitzinses wurden von über 2,9 % auf knapp unter 2,8 % gesenkt. Angesichts unserer unter dem Konsens liegenden Wachstumsprognose für dieses Jahr (2,7 % gegenüber rund 3 %) erwarten wir nach einem steilen Pfad von Zinserhöhungen bis zum Sommer eine Mäßigung. Wir gehen davon aus, dass der Leitzins in der Spitze bei etwa 2,6 % und damit unter den aktuellen Marktpreisen liegen wird. 

Die umfassende Einschätzung von Paolo Zanghieri in Englischer Sprache finden Sie hier (PDF-Download).

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