Inflationszahlen: EZB dürfte schwache Dezember-Daten ausblenden

Die Inflation im Euroraum bleibt insgesamt stabil, doch die Dienstleistungsinflation erweist sich als hartnäckig. Das erschwert den geldpolitischen Spielraum der EZB und stellt weitere Zinsschritte infrage. T. Rowe Price | 07.01.2026 14:12 Uhr
Tomasz Wieladek, Chef-Volkswirt für Europa bei T. Rowe Price / © e-fundresearch.com / T. Rowe Price
Tomasz Wieladek, Chef-Volkswirt für Europa bei T. Rowe Price / © e-fundresearch.com / T. Rowe Price

Die Gesamtinflation im Euroraum entsprach den Erwartungen, aber die Kerninflation des HVPI fiel im Jahresvergleich bis Dezember auf 2,3% und lag damit unter den Konsensprognosen von 2,4%. Einige einzelne Länder, wie beispielsweise Deutschland, überraschten mit deutlich niedrigeren Zahlen. Insgesamt blieb die Inflation jedoch stabil. Nach der saisonbereinigten Messung der EZB stieg die Dienstleistungsinflation von 0,18% im November auf 0,24% im Dezember. Ohne die Volatilität bei deutschen Pauschalreisen wäre die Dienstleistungsinflation wahrscheinlich sogar noch stärker ausgefallen.

Die Dienstleistungsinflation ist weiterhin stärker und anhaltender als mit dem Ziel der EZB vereinbar. Die EZB wird daher wahrscheinlich über jede wahrgenommene Schwäche der Gesamtinflation hinwegsehen. Die Tatsache, dass die Dienstleistungsinflation so anhaltend ist, wird den EZB-Rat weiterhin beunruhigen. Das bedeutet, dass der Zinssenkungszyklus der EZB mit Sicherheit vorbei ist. Solange die Dienstleistungsinflation so anhaltend bleibt, wird das Risiko einer Zinserhöhung aufgrund des Inflationsdrucks durch die deutsche Fiskalpolitik von den Finanzmärkten derzeit unterschätzt.

Von Tomasz Wieladek, Chef-Volkswirt für Europa bei T. Rowe Price

Weitere beliebte Meldungen:

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.