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CFA Institute & PRI Studie: Deutsche Investoren stehen bei ESG-Integration noch am Anfang

Das CFA Institute und die PRI haben den Stand der ESG‐Integration bei der Kapitalanlage global untersucht. Im Aggregat konnte Europa zwar als - bei ESG‐Integration - führende Anlegerregion identifiziert werden, deutsche Investoren stehen laut Studienergebnis aber noch am Anfang. Research | 18.03.2019 10:19 Uhr
©  Pexels.com
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Das CFA Institute, die weltweite Vereinigung der Finanzanalysten, und die PRI haben den Stand der ESG-Integration bei der Kapitalanlage untersucht. Die entsprechenden Studien berücksichtigen die die drei großen Anlageregionen Amerika, Asien/Pazifik sowie Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA). Unter dem Titel “ESG Integration in Europe, The Middle East and Africa: Markets, Practices and Data“ wurden nun die Ergebnisse für die EMEA Region veröffentlicht. Die Analyse beruht auf der Befragung von 392 Studienteilnehmern. Interessierte e-fundresearch.com LeserInnen finden die vollständigen Studienergebnisse hier als PDF-Dokument.

„Am stärksten ausgereift ist die Integration von ESG-Kriterien derzeit in der EMEA-Region“, sagte Paul Smith, Präsident und CEO des CFA Instituts. „Das liegt vor allem daran, dass viele der Pioniere in diesem Bereich aus Europa kommen.“ Gleichwohl sei noch viel zu tun, um Nachhaltigkeit systematisch in den Anlageprozess zu überführen. Dabei gebe es keinen Königsweg. „Bei der Suche nach dem richtigen Weg kommt der Kooperation der Beteiligten eine wichtige Rolle zu“, erklärte Fiona Reynolds, CEO der PRI. „Der Erfahrungsaustausch darüber, wie und mit welcher individuellen Zielsetzung ESG-Kriterien bereits in die Investmentpraxis investiert wurden, ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg.“ Neben dem Analyseteil enthält der gemeinsame Bericht von CFA Institute und PRI daher auch verschiedene Fallbeispiele aus der Praxis. 

Die wichtigsten Ergebnisse für die EMEA-Region:

  • Risikomanagement und die Nachfrage von Kunden sind die stärksten ESG-Treiber.
  • Das eingeschränkte ESG-Verständnis und der Mangel an vergleichbaren ESG-Daten gelten als die größten Hürden.
  • Governance ist das am meisten berücksichtigte ESG-Kriterium. Die Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Kriterien hat zuletzt allerdings Fahrt aufgenommen.
  • ESG-Kriterien werden deutlich häufiger bei Aktieninvestments als bei Anleiheinvestments angewandt.
  • Obwohl Portfoliomanager und Finanzanalysten ESG-Kriterien immer stärker berücksichtigen, passen sie ihre Modelle noch zu selten an die verfügbaren Daten an.

Die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland:

  • In Deutschland steht die ESG-Integration noch am Anfang. Sie wird bisher vergleichsweise weniger betrieben als in anderen Staaten, ist aber im Wachstum begriffen.
  • ESG wird in Deutschland inzwischen nicht mehr als Trend oder Modererscheinung begriffen. Die Befragten rechnen mit einer Bedeutungszunahme des Themas.
  • Screening zählt zu dem am häufigsten verwendeten Verfahren bei der ESG-Integration.
  • In Deutschland wiesen die Befragten deutlich stärker auf die Risiken der ESG-Integration als auf deren Chancen hin.
  • Die größten Hürden für die ESG-Integration werden im Mangel an vergleichbaren und historischen ESG-Daten gesehen. Auch das geringe Verständnis von ESG erweist sich als Hindernis.

 

Zur Methodik der Studie:

Befragt wurden 392 Studienteilnehmer aus neuen EMEA-Staaten durch das britische Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov.

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