Wie baut man verlässlich ein Generationenvermögen auf? In Teil 1 unserer neuen Research-Reihe "Investmentstrategien" analysiert Dr. Josef Obergantschnig gemeinsam mit e-fundresearch.com den norwegischen Staatsfonds, jenes Modell, das über 25 Jahre eine reale Rendite von 4,3 % erwirtschaftet hat, ganz ohne spektakuläre Wetten.
Im Mittelpunkt stehen die Prinzipien dahinter: eine konsequente Asset Allocation, eiserne Disziplin in jeder Krise, Managementkosten von nur 0,04 % und eine Entnahmeregel, die bewusst unter der realen Renditeerwartung liegt. Überraschend dabei: Nur rund 25 % des heutigen Vermögens von 1,80 Billionen Euro stammen aus Öleinnahmen, den Rest hat die Veranlagung erwirtschaftet.
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Drei Erkenntnisse, die überraschen
- Das Vermögen wächst überwiegend aus eigener Kraft: Vom Vermögen von 1,80 Billionen Euro stammen nur 25 % aus staatlichen Öl-Einzahlungen. 63 % sind akkumulierte Investmenterträge, 11 % Währungseffekte. 2025 standen 200 Mrd. Euro Investmenterträge nur 28 Mrd. Euro Öl-Neueinzahlungen gegenüber: ein Verhältnis von 7 zu 1 zugunsten der Veranlagung.
- Kosten schlagen Strategie: Bei Managementkosten von nur 0,04 % p.a. macht der Kostenvorteil über 30 Jahre den Unterschied. Beispielrechnung: 500.000 Euro Startkapital ergeben gegenüber einem aktiven Retail-Fonds (1,5 %) ein um rund 881.000 Euro höheres Endvermögen, allein durch die Kostenstruktur, ohne einen einzigen klugen Trade.
- Disziplin schlägt Timing: In 28 Jahren wurde die strategische Allokation in keiner einzigen Krise umgeworfen. Nicht in der Dotcom-Krise, 2008, der Eurokrise, COVID oder dem Inflationsschock 2022. Das Ergebnis: 6,64 % nominal bzw. 4,3 % real p.a. und 22 von 28 Jahren positiv.
Mehr zu den Findings und unserer neuen Research-Reihe erklärt Dr. Josef Obergantschnig im Interview mit e-fundresearch.com Chefredakteur Simon Weiler:
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