Wir verwenden Cookies um Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

{{ ctaHeadline }}

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Igor de Maack: Wer findet den Fehler? Widerstreitende Theorien zur Interpretation des Konjunkturzyklus

Igor de Maack, Fondsmanager beim französischen Investmenthaus DNCA, beschreibt in seinem aktuellen Marktkommentar zwei widerstreitende Thesen, die derzeit das Geschehen an den Finanzmärkten bestimmen. Natixis Investment Managers | 02.07.2019 08:44 Uhr
Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher, DNCA / © Natixis Investment Managers
Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher, DNCA / © Natixis Investment Managers
Die Geldpolitik macht es schwer, wenn nicht gar unmöglich, den derzeitigen Konjunkturzyklus zu interpretieren. Während das weltweite Wachstum an die 3 % heranreicht, stellen die Währungshüter unverdrossen Leitzinssenkungen in Aussicht, um das Wachstum zu stützen und die Inflation anzufachen. Allerdings scheinen die Niedrigzinsen keines dieser beiden Ziele tatsächlich zu erfüllen, zumindest nicht in Europa. 

Wenn es den Vereinigten Staaten gelingt, mehr Wachstum zu produzieren, dann geschieht das nicht dank oder wegen der Zinsen, sondern liegt vor allem an ihrem ultraflexiblen Wirtschaftsmodell, an ihrem Status als Cybermacht und an den deutlich schnelleren und effizienteren Kapitalbewegungen. So fällt auf, dass die Fed ihre Zinsen angehoben hat, ohne dass sich dies auf das Wachstumstempo ausgewirkt hätte. Und sie wäre auf diesem Zinspfad auch weiter vorangeschritten, hätte der Handelskrieg zwischen China und den USA in Wirtschaftskreisen nicht so viel Besorgnis gesät. 

Auch das aktuelle Inflationsgeschehen scheint nur schwer zu erklären. Man ahnt jedoch, dass die Digitalisierung der Volkswirtschaften und der Dienstleistungen einen starken Abwärtsdruck auf die Verbraucherpreise ausübt. Mehr noch als die Digitalisierung selbst, die es erlaubt, ein Produkt oder eine Leistung in einem „Klick“ zu erstehen, ist die von dieser Digitalisierung für jeden Verbraucher geschaffene Möglichkeit ausschlaggebend, schnell und jederzeit die Preise von Gütern und Dienstleistungen zu vergleichen und dem günstigsten Angebot den Vorzug zu geben. Diese Preistransparenz hat eine disruptive Wirkung auf den physischen Vertrieb (von Lebensmitteln wie auch von anderen Produkten) und zwingt den Handel zu einer immer attraktiveren Preispolitik, um die Umsatzzahlen nicht einknicken zu lassen. In Frankreich haben der Einzelhändler Leclerc und der Telekommunikationsanbieter Iliad voll und ganz auf diese Karte gesetzt. Sofern es nicht zu deutlichen Lohnzuwächsen oder einem Anziehen der Ölpreise kommt, bleibt die Inflation niedrig und lässt die geldpolitischen Maßnahmen wirkungslos verpuffen. 

So bestimmen an den Finanzmärkten zwei widerstreitende Thesen das Geschehen. Die von Natur aus vorsichtigeren Anleiheanleger wetten auf eine Abschwächung des weltweiten Wachstums und lassen die Zinsen für lange Laufzeiten immer rascher sinken. Am anderen Ende des Spektrums greifen die stärker auf die Mikroökonomie fokussierten Anleger weiterhin zu den Aktien wertschöpfender Unternehmen. Und sorgen für einen kleinen Hoffnungsschimmer: Europäische Aktien sind in der Anlegergunst wieder leicht gestiegen und konnten in der vergangenen Woche erstmals seit zwanzig Wochen wieder Zuflüsse (von 100 Mio. US-Dollar) verbuchen. 

Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher, DNCA

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Bereiche auf e-fundresearch.com
Artikel auf e-fundresearch.com