Disruptive Kraft der KI kostet Arbeitsplätze in den USA

Vor der disruptiven Kraft der großen technologischen Durchbrüche in der Künstlichen Intelligenz warnt Axel Botte, Chefstratege des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management. Im KI-Wettlauf werde es Gewinner und Verlierer geben, und ein Großteil des derzeit eingesetzten Kapitals abgeschrieben werden müssen. Die mit der KI verbundene Steigerung der Produktivität werde Insolvenzen nach sich ziehen und den Arbeitsmarkt treffen. Natixis Investment Managers | 11.02.2026 11:54 Uhr
Kevin Dunzel, Senior Sales Director, Natixis Investment Managers / © e-fundresearch.com / Natixis Investment Managers
Kevin Dunzel, Senior Sales Director, Natixis Investment Managers / © e-fundresearch.com / Natixis Investment Managers

Botte: „Die Arbeitsplatzverluste beliefen sich im Januar auf insgesamt 108.000 – der schlechteste Januar seit 2019. Die KI wird dabei schon in sieben Prozent der Fälle als Ursache genannt.

Auch der Markt für Leveraged Loans zeigt Anzeichen von Stress. Die Notierungen der an Softwareunternehmen (mit einem Rating von B oder darunter) vergebenen Leveraged Loans sind in den letzten zwei Wochen in einigen Fällen um 10 bis 15 Prozentpunkte zurückgegangen. Nicht alle werden refinanziert werden. Negative Schlagzeilen aufgrund eines angespannten privaten Kreditmarktes könnten Teile der US-Aktienmärkte, darunter auch den Softwarebereich, treffen.

Der derzeitige KI-Wettlauf mit China kurbelt die Investitionsausgaben der US-Technologieunternehmen an (bis zu 650 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 für die Big-Tech-Unternehmen), was die Erwartungen hinsichtlich anhaltender Produktivitätssteigerungen weiter beflügelt.“

Kevin Dunzel, Senior Sales Director bei Natixis Investment Managers ergänzt: „Dennoch dürfte der Greenback in den kommenden Jahren mit strukturellen Gegenwinden konfrontiert sein. Die Kapitalzuflüsse aus dem Ausland wurden weitgehend nicht gegen Währungsrisiken abgesichert. Die Stärke des Dollars ging Hand in Hand mit dem komparativen Vorteil der USA im Technologiebereich. Der Ausblick für den Dollar hängt daher von der Bereitschaft ausländischer Aktienanleger ab, ihr US-Dollar-Risiko abzusichern. Die Absicherung des Dollars ist nach wie vor mit Kosten verbunden, da der Leitzins der Fed mit 3,50-3,75% im Vergleich zu den Zinssätzen in Europa, Japan und den meisten G10-Ländern weiterhin hoch ist. Wenn die Fed ihre Leitzinsen als Reaktion auf die Schwäche des Arbeitsmarktes wieder senkt, könnte die Nachfrage nach Absicherungen zunehmen. Der Carry des US-Dollars wird gegenüber dem Euro auf etwa 100 Basispunkte sinken und gegenüber dem britischen Pfund und dem australischen Dollar in diesem Jahr negativ werden.“

Lesen Sie hier das vollständige MyStratWeekly. Im „Thema der Woche“ vertiefen deren Analysten die Betrachtungen zum US-Dollar.

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