Botte: „Sie alle scheinen alle ihren Status als sichere Häfen verloren zu haben: Gold – zu teuer und spekulativ. T-Note – durch De-Dollarisierungs-Themen und Kriegskosten belastet. Schweizer Franken – gebremst von der SNB.
Umgekehrt hat sich der US-Technologiesektor, beflügelt durch die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse, als einzige Quelle der Diversifizierung in binären Märkten herausgestellt, die von Ölpreisschwankungen bestimmt werden.
Das Wachstum in den USA scheint sich dennoch trotz des Rückschlags für den Konsum zu verbessern. Die Exporte von Energiegütern explodieren im April, während die Investitionsausgaben der Unternehmen weiterhin positiv tendieren. Die Schaffung von Arbeitsplätzen im privaten Sektor dürfte sich laut den wöchentlichen ADP-Daten im April auf 150.000 bis 200.000 belaufen.“
Kevin Dunzel, Senior Sales Director bei Natixis Investment Managers ergänzt: "Die Unternehmensergebnisse des ersten Quartals bestätigen das erwartete starke Wachstum und stellen die Bedenken hinsichtlich kolossaler Investitionen in die KI-Infrastruktur in den Schatten. Allerdings führen große Technologieunternehmen (Microsoft, Meta) hastig Umstrukturierungen mit Entlassungsplänen durch, um die Agilität wiederherzustellen, die erforderlich ist, um den Herausforderungen des rasanten Wachstums der künstlichen Intelligenz zu begegnen. Der Ausgang des US-Konjunkturzyklus wird von der Fähigkeit der Hyperscaler abhängen, geplante Investitionen aufrechtzuerhalten und diese anschließend zu monetarisieren. Die Auswirkungen der KI – die im Laufe der Zeit vermutlich disinflationär wirken – stellen für die Zentralbanken ein strukturelles Element dar. Der designierte Fed-Vorsitzende Kevin Warsh wird wahrscheinlich Gründe für eine Wiederaufnahme der Lockerung bis zum Jahresende sehen.“
Lesen Sie hier das vollständige MyStratWeekly. Im „Thema der Woche“ untersuchen deren Analysten die Auswirkungen des Energieschocks auf China und deren Folgen für Chinas Handelspartner: „In diesem Umfeld besteht das Hauptrisiko nicht nur in einem vorübergehenden Anstieg der Inputpreise, sondern vielmehr in der Aussicht auf eine erneute Welle importierter Inflation, die über Industriegüter weitergegeben wird. Dies könnte den Disinflationsprozess bei Chinas Handelspartnern erschweren und die Unsicherheit hinsichtlich des künftigen geldpolitischen Kurses verstärken.“
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