Botte: „Nach einer intensiven Phase geopolitischer Schlagzeilen hat sich die Aufmerksamkeit des Marktes wieder auf die Unternehmensgewinne verlagert. Enttäuschungen bei den Gewinnen oder die Revision von Prognosen werden hart bestraft.
Die US-Konjunkturdaten haben die Anleger verwirrt. Obwohl die US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen übertroffen haben (die Arbeitslosenquote sank auf 4,3%), führten sie nicht zu der erhofften Rally am US-Aktienmarkt. Schließlich handelt es sich um einen offensichtlichen statistischen Effekt: Die Erwerbsbevölkerung schrumpft (die Einwanderung ist negativ geworden), was die Schwelle für die Schaffung von Arbeitsplätzen senkt; das stabilisiert die Arbeitslosenquote.
Auch die Inflationsdaten kühlten sich ab; der Verbraucherpreisindex lag im Januar bei 2,4%, wobei die Kosten für Wohnen und Gesundheit gegenüber dem Vormonat um 0,2% stiegen. Die Inflationserwartungen für kurze Laufzeiten sinken, wobei sich die zweijährigen Inflationsswaps abschwächen.“
Kevin Dunzel, Senior Sales Director bei Natixis Investment Managers ergänzt: „Die Aktienmärkte scheinen die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen angesichts der durch KI verursachten Umbrüche auf die Probe zu stellen. Die Risikoscheu nimmt zu, und die Märkte reagieren wie so oft reflexartig auf Abwärtsrisiken für die Aktienkurse und wenden sich risikofreien Anlagen zu. Die Nachfrage nach langlaufenden Staatsanleihen hat folglich wieder zugenommen, wobei die robuste Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen zu einer globalen Rally und einer Abflachung der Zinskurven beigetragen hat.“
Lesen Sie hier das vollständige MyStratWeekly. Im „Thema der Woche“ untersuchen deren Analysten die Optionen zur Finanzierung der höheren Verteidigungsausgaben in Europa: „Die Forderungen nach einer stärkeren Erhöhung der gemeinsamen EU-Verschuldung werden immer zahlreicher und dringlicher. Dies würde einen sicheren europäischen Referenzwert schaffen, der die internationale Rolle des Euro stärken würde.“
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