Selbst in einem unmittelbar „stabilen“ Umfeld sieht der Commodities-Experte der Natixis-Tochter eine Reihe von Faktoren, die den Druck auf die kurz- und mittelfristigen Ölpreise wahrscheinlich aufrechterhalten werden.
- Schäden an Raffinerien. Die Reparatur beschädigter Ölraffinerien und anderer Energieinfrastruktur im Nahen Osten wird Zeit in Anspruch nehmen. Audun Martinsen, Leiter der Supply-Chain-Forschung bei Rystad Energy, schätzt, dass zwar einige Anlagen im Nahen Osten innerhalb von Monaten wiederhergestellt werden könnten, andere jedoch über Jahre hinweg außer Betrieb bleiben könnten.
- Wiedereröffnung von Ölfeldern. Ölfelder können erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn die derzeit vollen Lager im Nahen Osten sich wieder geleert haben. Wenn sich der Verkehr langsam normalisiert und die Lagerbestände abnehmen, wird es nach Ansicht Leles noch zwei bis acht Wochen dauern, bis wieder Lagerkapazität zur Verfügung steht.
- Umleitung. Bis Schiffe, die jetzt von der Straße von Hormus umgeleitet wurden, wieder ihre reguläre Route aufnehmen, wird das selbst nach sicherer Öffnung der Straße von Hormus mehrere Wochen dauern. Hinzu kommen mehrere weitere Wochen, bis die Tanker ihre Ladung aufgenommen haben und ihr endgültiges Ziel erreichen.
- Wiederaufbau der Lagerbestände. Öl importierende Länder werden nach dem Konflikt wahrscheinlich ihre Ölvorräte wieder aufbauen wollen, was die Nachfrage kurzfristig auf einem hohen Niveau halten wird.
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