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CFA Institute fordert mehr Transparenz bei Banken

Ein verbessertes Risikoreporting, das frühzeitige Abschreiben notleidender Kredite und international vergleichbare Finanzinformationen für Anleger: Diese Massnahmen könnten zu mehr Transparenz im Bankensektor und einer geringeren Risikoscheu der Anleger gegenüber der Branche beitragen, wie das CFA Institute in seiner jüngsten Studie „Financial Crisis Insights on Bank Performance Reporting“ feststellt. Research |
Das CFA Institute hat aus den Ergebnissen der Studie drei Handlungsempfehlungen für Rechnungslegungsgremien, Regulatoren und Investor Relations- bzw. Reportingverantwortliche abgeleitet:  1. Zusätzlich Fair Value-Ansatz bei der Kreditbewertung einführen:

Die Studie untermauert, dass die Fair Value-Bewertung von Krediten im Vergleich zu anderen Methoden den besten Informationsstand liefert und Wertänderungen besonders zeitnah widerspiegelt. Langfristig hält das CFA Institute eine Kombination aus fortgeführten Anschaffungskosten (amortised cost) und dem Fair Value-Ansatz bei der Bewertung von Krediten in den Finanzabschlüssen für wünschenswert. 

2. Risikoreporting ausweiten:

Aus Sicht des CFA Institute ist dies ein notwendiger Schritt, um die Geschäftsmodelle und Risiken von Banken für Anleger verständlicher zu machen und somit die Risikoscheu gegenüber dem Bankensektor zu verringern. Diese Empfehlung wurde auch von der Enhanced Disclosure Task Force (EDTF) des Financial Stability Boards ausgesprochen. 

3. Mehr Vergleichbarkeit in der Bilanzierung schaffen:

Das CFA Institute fordert – übergreifend für alle Bilanzierungsstandards – ähnliche Definitionen für die Bilanzierung von Bankvermögen, um die Vergleichbarkeit des Accounting Leverage (Bilanzsumme/Eigenkapital) zu erleichtern. Dies sollte wiederum das Verständnis von Risikokennzahlen fördern. 

Link zum ersten Teil der CFA-Studie

Kurt Schacht (CFA), Managing Director am CFA Institute, kommentiert: “Unsere Studie hebt einige der grössten Herausforderungen für Banken in der heutigen Zeit hervor. Die Untersuchungsergebnisse stützen unsere Future of Finance-Initiative, mit der wir für mehr Transparenz und Fairness in einer stabileren Finanzwelt eintreten.“ 

Der zweite Teil der Studie, „Relationship between Disclosed Loan Fair Values, Impairments and the Risk Profile of Banks“, wird am 7. August 2014 veröffentlicht. Dabei wird länderübergreifend die Entwicklung der Asset-Qualität und Kreditbuchwerte von Banken vor, während und nach der Finanzkrise analysiert. 

Über die Studie

Die Forschungsergebnisse erscheinen im Juli und August 2014 in zwei Teilen. Ausgewertet wurden Daten aus Finanzberichten von 51 grossen, komplexen Bank-Gruppen aus 16 führenden Wirtschaftsnationen Europas (inkl. Schweiz), USA, Kanada, Australien und Japan von 2003 bis 2013. Die Auswahl schliesst 75% der Banken ein, die auch im Financial Stability Report 2013 der Europäischen Zentralbank berücksichtigt wurden. 

CFA Institute

Das CFA Institute ist ein globaler Non-Profit-Berufsverband für Investment Manager, Finanzanalysten und professionelle Anleger mit mehr als 122‘000 Mitgliedern in 142 Ländern weltweit. Neben dem Berufsbildungsprogramm zum Chartered Financial Analyst (CFA), dem führenden Qualifizierungsstandard der Finanzindustrie, ist der Verband international angesehen für seine Initiativen in den Bereichen Kapitalmarktethik, Investmentstandards und Finanzbildung. Der Verband ist weltweit in 140 Lokalverbänden organisiert. Weitere Informationen unter www.cfainstitute.org

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