Aktuelle Frage im Economics Forum:
"Die Bedeutung von Gold als Veranlagungsinstrument ist zuletzt gesunken - trotz einer starken Ausweitung der Bilanzsumme der Zentralbanken in den letzten Jahren. Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Goldmenge und Geldmenge und welche Faktoren sollten Investoren in diesem Zusammenhang in Zukunft beachten?“
"Ein direkter, unmittelbarer Zusammenhang zwischen Geldmenge und Goldpreis ist kurz- und mittelfristig kaum feststellbar. Wesentlicher ist dagegen die Entwicklung des realen (also um die Inflationsrate bereinigte) Zins- und Renditeniveaus. Die Korrektur des Goldpreises ist maßgeblich vom Anstieg der realen Renditen getrieben (gewesen). Daher haben sich viele Finanzinvestoren aus Goldinvestments zurückgezogen, wohingegen die Nachfrage nach physischem Gold vor allem aus Asien sehr hoch ist. Bemerkenswert ist, dass der starke Preisanstieg zwischen 2001 und 2007 (noch vor der Krise und den Anleihekaufprogrammen) stark von der Nachfrage aus den Emerging Markets getrieben war. Es ist denkbar, dass dieser fundamentale Trend in einigen Quartalen wieder die Oberhand gewinnt. "
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