Gold, Verteidigung & Geldpolitik: Unsere beliebtesten Artikel im Oktober

Gold glänzte, politische Spannungen sorgten für Schlagzeilen, und Investoren suchten Sicherheit: Der Oktober war geprägt von Unsicherheit und dem Versuch der Märkte, Stabilität zu finden. Im Fokus standen Goldrally, US-Shutdown und Verteidigungsinvestments - daneben prägten Zinswende, ETF-Boom und Branchentrends die Schlagzeilen. Das und mehr in unseren Top 25 des Monats. Markets | 05.11.2025 14:00 Uhr

Goldrally prägte die Schlagzeilen im Oktober

Gold blieb für viele Anleger:innen das Symbol für Sicherheit. Während Ronald-Peter Stöferle von Incrementum die laufende Rally als Ausdruck eines „fundamentalen Vertrauensverlusts in Papiergeld“ interpretiert und Gold als „beste Versicherung“ gegen systemische Risiken bezeichnet, sieht Ned Naylor-Leyland von Jupiter Asset Management Parallelen zu den 1970er-Jahren. Hartnäckige Inflation, geopolitische Spannungen und die Suche nach realen Werten treiben die Nachfrage und machen das Edelmetall zum stabilen Gegenpol in einer geldpolitisch unsicheren Welt.

Verteidigungsinvestments als Trendthema des Monats

Parallel dazu rückten Verteidigungsinvestments stärker in den Blick der Anleger:innen. Das wachsende Interesse an sicherheitsbezogenen Themen spiegelte sich in hohen Mittelzuflüssen und mehreren neuen Fondsangeboten wider. So überschritt der „Future of Defence ETF“ von HANetf im Oktober die Marke von drei Milliarden US-Dollar, begleitet von neuen regionalen Varianten mit Fokus den indo-pazifischen Raum. Auch Cathie Wood von ARK Invest griff das Thema auf und legte mit dem „ARK Space & Defence Innovation ETF“ eine Strategie auf, die die zunehmende Verzahnung von Verteidigungs-, Technologie- und Raumfahrtsektor widerspiegelt.

Politische Unsicherheit in den USA - Märkte bleiben gelassen

Auch in den USA war Stabilität gefragt - allerdings unter umgekehrten Vorzeichen. Der Haushaltsstillstand in Washington legte Teile der Verwaltung lahm, doch die Finanzmärkte reagierten bemerkenswert ruhig. Wie Garret Melson von Natixis Investment Managers analysiert, haben Investoren gelernt, politische Machtspiele einzuordnen, solange sie das makroökonomische Gesamtbild nicht verändern. Clemens Fontner von der Kathrein Privatbank sieht die realwirtschaftlichen Folgen als begrenzt, mahnt jedoch, dass ein längerer Datenstillstand die Fed zu einem „Blindflug“ zwingen könnte. Der Oktober zeigte damit erneut, dass die Märkte zwar politische Risiken registrieren, sie aber zunehmend ausblenden, solange sie die geldpolitische Erzählung nicht stören.

Als Liste: Unsere Top-25 Artikel im Oktober 2025

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